Stillzeit- damit Sie sie auch genießen können

Wenn alles gut läuft, ist diese Zeit wohl eine der schönsten im Leben einer Frau. Stillen ist ein wahres Wunder, denn bis jetzt hat es die Wissenschaft nicht geschafft, ein gleiches Produkt wie die Muttermilch herzustellen. Die Milch hat immer die perfekte Temperatur und man hat immer alles griffbereit. Oft gibt es aber zu Beginn einige Hindernisse zu überwinden, bis es dann Mutter und Kind genießen können.

Anregen der Milchbildung:

  • Häufiges Anlegen des Babys, mindestens alle zwei Stunden, eventuell nachts mit etwas längeren Pausen
  • Das Kind soll die Brustwarze gut im Mund haben, die Stillpositionen immer wechseln,
  • Brustmassagen zur Entspannung und zur Auslösung des Milchspendereflexes
  • Möglichst viel Ruhe für die Mutter, Ausschaltung von Stressfaktoren
  • Ausgedehnter Körperkontakt durch Tragen in einer Tragehilfe und gemeinsames Schlafen fördert die Milchbildung und die Saugbereitschaft des Babys

Unterstützung bieten auch verschiedene homöopathische Mittel (Pulsatilla, Alfalfa), oder pflanzliche Tinkturen (Küchenschelle, Rosskastanie, Beifuß). Ebenso das Trinken von milchfördernden Tees (Anis, Fenchel, Melisse) wirkt sehr gut.

Bei wunden Brustwarzen:

  • Topfen auflegen
  • Verschiedenste Salben, die auch vor dem Stillen nicht wieder abgewaschen werden müssen, da sie dem Neugeborenen nicht schaden
  • Weiche, atmungsaktive Stilleinlagen verwenden

Bei Milchstau:

  • Das Kind immer in verschiedenen Positionen anlegen
  • Während dem Stillen die Brust zart ausstreichen
  • Vor dem Stillen ein Kirschkernkissen auflegen, durch die lokale Wärme fließt die Milch leichter
  • Nach dem Stillen Topfen auflegen, um die Entzündung zu reduzieren

Sollte Fieber dazukommen, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Wenn ein Antibiotikum verordnet wird, ist es trotzdem kein Grund abzustillen. Es gibt spezielle Präparate, die nicht in die Muttermilch übergehen und daher unbedenklich sind. Es ist sogar ausdrücklich empfohlen, das Kind weiterzustillen, da sich der Milchstau dadurch schneller löst. Auch bei Milchstau kann man homöopatisch (Apis, Bryonia, Agnus castus) oder pflanzlich (Rainkohl, Johannisbeersprossen) unterstützen.

Das wichtigste ist, sich selbst nicht zu überfordern und versuchen, sich keinen Stress zu machen. Auch als Mama muss man erst in die Rolle hineinwachsen. Wir unterstützen sie sehr gerne dabei.