Zahnen bei Babys und Kleinkindern

Das Zahnen unserer lieben Kleinen ist oft mit vielen schlaflosen Nächten für die Eltern verbunden. Um diese Zeit für alle etwas erträglicher zu machen, gibt es einige Heilpflanzen, die man anwenden kann, aber auch andere hilfreiche Tipps. Wann die ersten Zähnchen kommen ist sehr unterschiedlich, aber irgendwann zwischen 4 und 16 Monaten ist es soweit. Diese Anzeichen weisen darauf hin:

  • rotes und geschwollenes Zahnfleisch
  • gerötete Wangen oder Gesicht
  • starkes Sabbern
  • lutschen, beißen oder reiben am Zahnfleisch
  • das Baby reibt sich das Ohr an der Gesichtshälfte, an der ein Zahn kommt
  • Schlaflosigkeit in der Nacht und am Tag
  • weniger Appetit
  • das Baby ist unruhig, rastlos und weinerlich
  • manchmal kommen auch Fieber, Ohrenschmerzen oder eine rinnende Nase hinzu
  • manchmal auch Durchfall

Mit folgenden Tricks kann man sich behelfen:

  • Kalten Beißring: gibt es mit einem speziellen Kühlgel
  • Veilchenwurzel: gibt es an einem Band zum kauen
  • Kaltes Fruchtpüree oder Joghurt geben
  • Kaltes hartes Brot zum kauen geben
  • Ablenkung und viele Liebe und Zuneigung

Zahngele

Diese Gele gibt es von verschiedenen Herstellern mit den unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Schulmedizinische Salben enthalten betäubende Wirkstoffe, um die Schmerzen zu lindern. Natürliche Gels enthalten hautsächlich ätherische Öle.

Nelkenöl

  • Entzündungshemmend und schmerzstillend
  • Betäubend auf die Schmerzen
  • Desinfizierend auf die Schleimhaut

Lavendelöl

  • Entzündungshemmend
  • desinfizierend

Myrrheöl

  • Entzündungshemmend
  • Desinfizierend
  • Zusammenziehend auf die geschwollene Schleimhaut

Diese Zahngele trägt man direkt auf die betroffene Stelle auf oder streicht sie dem Baby auf den Schnuller. Es gibt auch Ölmischungen, die man dem Baby auf die Wange aufträgt, dass ist vor allem dann sehr hilfreich, wenn sich die Kinder nicht in den Mund greifen lassen. Wenn nichts mehr hilft, kann man auch zwischendurch einmal Schmerzmittel geben, vor allem wenn Fieber und ständiges Weinen dazukommt. Das ist dann allerdings immer mit dem Kinderarzt abzuklären, um andere Krankheiten auch ausschließen zu können.

Homöopathie

Chamomilla

  • Wenn das Kind ständig schreit
  • Das Kind will getragen werden
  • Aufgeblähter Bauch und stinkende Blähungen
  • Roter, entzündeter Windelbereich
  • Eine Wange ist rot, eine Wange blaß
  • Vor allem in der Nacht ist es am schlimmsten

Calcium carbonicum

  • Das Zahnen setzt erst spät ein, nach dem ersten Jahr
  • Das Kind schwitzt am Kopf, vor allem nachts
  • Das Kind knirscht nachts mit den Zähnen
  • Beißt auf seinem Finger und hat ihn ständig im Mund
  • Sauer Durchfall

Traditionelle europäische Medizin

Da es sich dabei um alkoholische Frischpflanzentinkturen handelt, tragen wir diese Tinkturen auf Globuli auf. Der Alkohol verdampft und der Wirkstoff bleibt als Träger auf den Kügelchen für die Kinder verfügbar.

Olivensprossen

  • Erleichtert das Durchbrechen des Zahnes
  • Wenn die Kinder aufgrund der Schmerzen zornig sind
  • Hemmt die übermäßige Speichelsekretion
  • Wirkt kühlend auf die entzündete Schleimhaut

Bernstein

  • Stärkend auf das Zahnfleisch
  • Erleichtert das Durchbrechen der Zähne

 Johannisbeersprossen

  • Gegen die Schleimhautentzündung
  • Abschwellend auf die Schleimhaut
  • Reizlindernd und schmerzstillend

Salbei

  • Kann auch als Tee oder ätherisches Öl verwendet werden
  • Entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhaut
  • Desinfizierend
  • schmerzstillend

Dies ist nur ein kleiner Auszug der Möglichkeiten. Gerne beraten wir und stellen individuelle Mischungen zusammen, die auch Unruhe und Schlaflosigkeit sehr gut bekämpfen. Auch für die Mütter und Väter haben stärkende Pflanzen parat.