Pflanzliche Unterstützung bei Demenz und Vergesslichkeit

Vor allem bei beginnender Demenz oder bei Vergessen durch Stress gibt es viele alternative Möglichkeiten. Es gibt verschiedene Arten von Demenz und je nachdem welche Grunderkrankung vorliegt, ist auch das Geschehen im Gehirn unterschiedlich. Die Alzheimer Demenz ist mit 50 bis 70 % die häufigste. Die Vaskuläre Demenz geht mit einer gestörten Blutversorgung im Gehirn einher und kommt nur in 15 bis 20 % der Fälle vor.

Was passiert beim Vergessen?

  • Abbau oder Verlust von Nervenzellen im Gehirn
  • Abbau der Verbindungen zwischen den Nervenzellen

In weiterer Folge verschlechtert sich das Denkvermögen und die Gedächtnisleistung. Aber auch das Sprechen und kognitive Funktionen fallen nicht mehr so leicht. Vor allem der Verlust der kognitiven Funktionen erschwert den Alltag sowohl für die betroffenen, als auch für die Pflege.

Unter kognitiven Funktionen versteht man alle bewussten und nicht bewussten Vorgänge, die bei der Verarbeitung von Information ablaufen, z. B.

  • Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
  • Erinnerung und Lernen
  • Kreativität und Vorstellungskraft
  • Planen und Orientierung
  • die Fähigkeit eine Arbeit die mehrere Schritte umfasst erledigen zu können
  • Selbstbeobachtung

Da für alle diese Tätigkeiten beide Gehirnhälften und vor allem deren Zusammenarbeit benötigt wird, treten hier bei der Demenz die ersten Anzeichen auf. Aber alle Sinne funktionieren auch in einem späteren Stadium der Krankheit normal. Hier kann man einen sehr guten Zugang schaffen für Musik, Geschmäcker aber auch für Düfte.

Ätherische Öle

Hier kann man alle Öle anwenden, die die Konzentration und die Aufmerksamkeit fördern. Ätherische Öle wirken direkt über die Nasenschleimhaut und passieren die Bluthirnschranke innerhalb weniger Sekunden. Nach mehreren Minuten sind Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen im Blut nachweisbar.

Litsea, Orange, Grapefruit, Zitrone, Mandarine, Lemongras: In einer Duftlampe, auf einem Duftstein neben dem Bett oder auf einem feuchten Tuch im Zimmer aufgehängt, es gibt viele Möglichkeiten. Auf die Psyche haben sie folgende Wirkungen:

  • Erhöhung der Wachsamkeit und der Aufmerksamkeit
  • sie machen fröhlich und erfrischen
  • sie motivieren und regen an, aber ohne Aufzuregen

Aber auch Düfte, die an frühere Zeiten und an die Kindheit erinnern, werden als sehr positiv empfunden. Hier kann man nur individuell auswählen (z.B. Zimt)

Ginkgo (Ginkgo biloba, Japanischer Fächerbaum)

 

Er war ursprünglich nur in Japan heimisch, wurde aber von Seefahrern nach Europa gebracht und wächst jetzt nahezu auf der ganzen Welt.

 

Einnahmemöglichkeiten

  • als Tinktur in Tropfenform
  • als Gemmomazerat in Tropfenform
  • als Kapseln oder Tabletten zum Schlucken
  • die getrockneten Blätter als Tee

 

Wirkungen

  • bewirkt wie bestimmte Arzneimittel die Zunahme von Acetylcholin im Gehirn
  • verbessert dadurch die Konzentration und die kognitiven Fähigkeiten
  • wirkt durchblutungsfördernd in den kleinen Gefäßen
  • auch bei Schwindel, Müdigkeit und Kopfschmerzen
  • schützt die Nervenzellen

Vorsicht ist bei Ginkgopräparaten geboten, wenn die Patienten auch Blutverdünner einnehmen müssen.

Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus, sibirischer Ginseng)

Sie ist in Asien heimisch und wächst vor allem in nadelwaldreichen Bergregionen.

Einnahmemöglichkeiten

  • als Tinktur in Tropfenform
  • als Kapseln zum Schlucken
  • die getrocknete Wurzel als Tee

 

Wirkungen

  • verbessert die Leistungsfähigkeit
  • stellt mehr Energiereserven im Körper zur Verfügung
  • verbessert die Konzentration
  • gegen Müdigkeit
  • angstlösend
  • stimulierend für das Immunsystem

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Bluthochdruck und schnellem Puls.

Brahmi (Bacopa monnierie, Kleines Fettblatt)

Die Pflanze kommt aus Süd-Ostasien und wächst vorwiegend in Sumpfgebieten.

Einnahmemöglichkeiten

  • die Blätter roh als Salat
  • die getrockneten Blätter als Tee
  • in Kapseln

 

Wirkungen

  • antioxidativ und nervenzellschützend
  • Verbesserung der Gehirntätigkeit
  • für leichteres Lernen und Stressresistenz
  • Förderung der kognitiven Fähigkeiten
  • Verbesserung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses

Kurkuma (Kurkuma longa, Gelbwurz)

Die Pflanze kommt ursprünglich aus Indien, wächst aber mittlerweile auf der ganzen Welt.

Einnahmemögliachkeiten

  • als Kapseln zum Schlucken
  • als Pulver zum Einrühren in Milch oder Joghurt
  • die getrocknete Wurzel als Tee

 

Wirkungen

  • Absterben der Gehirnnervenzellen wird verlangsamt
  • antioxidativ und entzündungshemmend
  • Anregung der Gehirnzellen zur Selbstheilung durch die entgiftenden Eigenschaften
  • Verbesserung des Gedächtnisses
  • Verbesserung der kognitiven Funktionen

Wilder Grünhafer (Avena)

Einnahmemöglichkeiten

  • als Tee
  • in Kapseln zum Schlucken

Wirkungen

  • bei mentaler Müdigkeit und Erschöpfung
  • verbessert das Erinnerungsvermögen
  • steigert die Konzentration

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