Mariendistel- Arzneipflanze des Jahres

Die Mariendistel gehört zu den Korbblütlern und wird bis zu 2 Meter hoch. Sie gedeiht vor allem im Mittelmeerraum, Nordafrika und Westasien. Im Spätsommer trägt sie violett leuchtende Blüten und auch anhand ihrer großen, glänzenden grün-weiß marmorierten Blätter mit dornigem Rand ist sie gut zu erkennen.

Die Mariendistel wird als Arzneipflanze seit gut 40 Jahren erforscht und die Behandlung hat daher eine sehr gute wissenschaftlich fundierte Grundlage.

Mariendistelkraut

Es wird in getrockneter Form als Tee verwendet und hilft vor allem bei leichten Verdauungsbeschwerden und gegen Blähungen. Das Kraut ist auch oft Bestandteil von entgiftenden Tees.

Mariendistelsamen

Sie enthalten im Vergleich zum Kraut mehr wirksame Bestandteile in höherer Konzentration. Der Hauptinhaltsstoff ist Silymarin, der in der Schale der braunen Samen enthalten ist. Ein Mindestgehalt ist vom Arzneibuch in allen Zubereitungen vorgeschrieben. Die Wirkstoffe interagieren mit verschiedenen Leber-Transporteiweißen, wodurch Giftstoffe nicht mehr in die Leberzellen gelangen können. Außerdem wird die Zellteilung gefördert, wodurch sich die Leber schneller regenerieren kann.

Darreichungsformen:

  • Frischpflanzentinktur
  • Tee
  • Kapseln mit Mariendistelsamenpulver
  • Dragees oder Filmtabletten mit Extrakt

Wirkungen:

 

Schützend auf die Leberzellen

Regenerierend auf die Leberzellen

Antioxidativ

Erhöht die Ausscheidung von Gallensäften

Entzündungshemmend

Verdauungsfördernd

entblähend

 

 

Anwendungsgebiete

  • Zur Unterstützung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen.
  • Zur Senkung von erhöhten Leberwerten.
  • Bei Leberzirrhose.
  • Zur unterstützenden Behandlung der nichtalkoholischen Fettleber.
  • Zur ergänzenden Behandlung bei allen Formen der Hepatitis.
  • Zur Regeneration der Leber nach Einnahme von leberzellschädigenden Arzneimitteln.
  • Zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden.
  • Zur Behandlung von Völlegefühl, Aufstoßen und Blähungen auch in Kombination mit Artischocke.
  • Als Teil von Entgiftungskuren beeinflusst es den Blutzuckerspiegel positiv und senkt den Cholesterinspiegel.